Taufkleid

Tradition

Im katholischen Glauben ist es Brauch, dass der Täufling ein weißes Kleid trägt um die Reinheit und Einzigartigkeit einer Taufe zu verdeutlichen, sowie die einmalige Verbindung zu Jesus Christus. Des weiteren, ist ein Taufkleid vergleichbar mit einem Hochzeitskleid, so wie man bei einer Hochzeit einen ewigen Bund schließt, schließt man bei der Taufe ein ewiges Bündnis mit Gott und der Kirche.
Jesus beschreibt das Taufkleid als ein Gleichnis in der Bibel (Mt. 9, 15; 25, 1-10) mit den Worten „Bräutigam des Menschenkindes“.

Verbindung mit der Taufe

Traditionsgemäß wird das Taufkleid dem zu taufenden erst nach der Taufhandlung angelegt, als Zeichen der Wiedergeburt. Das Taufkleid ist eine Art „hochzeitliches Gewand“, so kann das Anlegen des Taufkleides als auch die Taufe als Bund mit Jesus und Gott gesehen werden.
Ein weißes Taufkleid steht sowohl für Feierlichkeit und Freude, als auch Reinheit und Unschuld. Das Taufkleid kann aber auch, durch die weiße Farbe als Zeichen ewigen Lebens verstanden werden, was ein wesentlicher Bestandteil des katholischen Glaubens ist, Gott ist folglich sowohl Anfang als auch Ende für den Täufling. So ein Taufkleid ist in der Regel auch etwas zu lang geschnitten, dies symbolisiert, dass der Täufling erst den Glauben sowohl lernen, als auch erfahren und mit dem Glauben wachsen muss. Durch die Überlänge des Taufkleides wird auch Demut und Bescheidenheit gegenüber Gott ausgedrückt („Ich bin so klein, Gott, in den Glauben an dich muss ich erst hineinwachsen. Ausgewachsen werde ich diesbezüglich nie sein!“).

Weitere Verwendung

Als kleiner Tipp: ein Taufkleid kann nicht nur zur Taufe verwendet werden, sondern auch für das Kind in späteren Jahren als Kleid für festliche Anlässe wie zum Beispiel einer Hochzeit.
Eine weitere spätere Verwendungsmöglichkeit eines Taufkleides, wäre als eine Art Erbstück, so tragen Enkel und Urenkel, immer das gleich Taufkleid für den besonderen Anlass der Taufe.

Traditionelles Taufkleid

Festliches Taufkleid

Modernes Taufkleid